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Jo Era Un Noi
Ein schonungsloser und mutiger Text, der die Dinge beim Namen nennt.
Ein 16-jähriger Junge betritt das Krankenzimmer, in dem sein Vater im Koma liegt, umgeben von Maschinen, die ihn am Leben erhalten. Der Junge weiß, dass er sich verabschieden muss und dass dies die letzte Gelegenheit ist, ihm alles zu gestehen, was er ihm nie gesagt hat: seine wahre Identität sowie die Angst und Scham, die er immer vor diesem Mann empfunden hat, der nun dahinscheidet.
Jo era un noi ist ein Trauerbuch. Der Erzähler richtet sich an seinen Vater und erklärt sich gleichzeitig selbst alles, was er während Kindheit und Jugend verschwiegen hat. Es ist eine Reise der Erforschung durch Szenen seines Lebens, die die Familienarchäologie durchläuft: die Emigration des Großvaters aus Galicien in das Viertel Zona Franca in den fünfziger Jahren, die SEAT-Fabrik, eine Wohnung mit Aluminosis, bis hin zum Verständnis seiner Identität und Sexualität.
Eine Erzählung, die ohne Umschweife Liebe, Hass, Klasse, Verlangen und Angst benennt und die Kette einer erstickenden und unterdrückenden Männlichkeit durchbricht, die Großvater und Vater, Vater und Sohn verbindet.