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El patio (vol. 2)
IN EINER ZERBROCHENEN WELT IST ES EIN PRIVILEG, NICHT DAZUZUGEHÖREN
Der Hof ist der erste Band der Tue-Trilogie, das Werk, mit dem Thomas Korsgaard die zeitgenössische dänische Literatur erschüttert hat und das 2021 mit dem De Gyldne Laurbær und dem Otto B. Lindhardt-Preis ausgezeichnet wurde.
Tue lebt mit seiner Familie auf einem abgelegenen Bauernhof am Ende einer staubigen Straße. Die Welt um ihn herum ist rau und prekär: Zuchthunde, Kühe, tote Tiere, die sich im Hof ansammeln, ein jähzorniger Vater, der von Todesanzeigen besessen ist, und eine schweigsame Mutter, die Stunden damit verbringt, online Karten zu spielen. Zum Frühstück gibt es hartes Brot mit Butter und Zucker. Das Geld ist knapp, und das Überleben hängt von kleinen Geschäften, improvisierten Verkäufen oder gelegentlichen Diebstählen ab, die es manchmal erlauben, mit einer Flasche billigen Weins anzustoßen und so zu tun, als wäre das Leben etwas anderes.
Mitten in dieser verarmten ländlichen Landschaft beobachtet, stellt sich vor und widersteht Tue. Seine Kreativität und sein Einfallsreichtum werden zu einem intimen Zufluchtsort, dem einzigen Weg, eine Umgebung zu ertragen, die keinen Trost bietet. Durch alltägliche Szenen baut Korsgaard eine fragmentarische und präzise Erzählung auf, in der das scheinbar Triviale tiefe Spannungen offenbart und in der das Verlangen unterschwellig erscheint, nie ganz benannt, aber immer präsent.
Mit einer Prosa, die Rauheit, Humor und unerwartete Zärtlichkeit verbindet, überschreitet Der Hof den ländlichen Realismus und wird zu einem kraftvollen Porträt von Kindheit, Armut und der Fähigkeit, nicht aufzugeben. Ein intensiver und leuchtender Roman über das Aufwachsen am Rand und das Lernen, in einer Welt zu atmen, die scheinbar keinen Raum lässt.