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QUERIDA THERESA
Das vergessene Fotoarchiv von Theresa Parker Babb wird erstmals in der Geschichte veröffentlicht und tritt durch Kurzgeschichten mit fünf zeitgenössischen Schriftstellerinnen in Dialog.
Ein überraschend vergessenes Fotoarchiv aus dem späten 19. Jahrhundert. Darin essen, trinken und lieben mehrere Frauen, gekleidet in Korsett, Hut und langen Röcken. Manchmal tragen sie Männeranzüge oder fahren mit ihren Unterröcken im Boot, posieren auf dem Land bei einem Picknick, fotografieren ihre Spaziergänge oder ihre Rituale und machen so ihren Alltag wertvoll. Die Autorin, Theresa Parker Babb, ist praktisch ein Rätsel.
Querida Theresa stellt diese faszinierenden Fotografien, aufgenommen zwischen 1898 und 1901, erstmals wieder her und veröffentlicht sie. Dabei werden sie von fünf fiktionalen Texten begleitet, die auf ihnen basieren. Querida Theresa betrachtet die Fotografie nicht als historisches Dokument, das uns vom Leben dieser Frauen erzählt, sondern als Ausdruck der Autorenschaft einer Künstlerin, die heute mit anderen im Dialog steht: Marta Jiménez Serrano, Sara Torres, Rosario Villajos, Pilar Bellver und Valeria Mata.
Die Schriftstellerinnen führen eine brillante Übung der Vorstellungskraft durch, füllen die verlorenen Lücken der Geschichte mit verschiedenen unveröffentlichten Erzählungen, in denen sie über Fotografie, unmögliche oder verborgene Lieben, Familiengeheimnisse oder allgemein über den Alltag in der Stadt Camden (Maine) Ende des 19. Jahrhunderts sprechen, wo die Fotografien von Theresa entstanden sind.