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Los bordes
Allein wartend in den Krankenhausfluren, verstrickt zwischen geliebten Körpern, begraben unter Schichten des Schweigens oder vergeblich zu Gott rufend vor der Toilettendeckel. In Los bordes setzt María Limón Körper und Stimme ein, um all jene Momente zu erforschen, in denen es möglich ist, mitten in der Leere wieder Kinder zu sein.
Kinder, die vor Hunger und Angst vor sich selbst zittern. Kinder, die laut aussprechen, was unmöglich schien zu sagen: diese Schuld ist nicht neu. Mit der Zeit wachsen diese Kinder heran, werden zu Frauen, die weiterhin vor dem Tod, vor dem Fehlen anderer geliebter Frauen und vor dem Zusammenbruch all dessen zittern, was fest schien.
Der Gedichtband entsteht aus Mangel und Suche. Es geht nicht um die Grenzen des Körpers, sondern darum, wie der Körper durch Liebe, Krankheit und Erinnerung bis an seine Grenzen gebracht werden kann.
In Los bordes schafft María Limón ein intensives und verletzliches Poesiebuch, durchdrungen von Zerbrechlichkeit, Verlangen und der Beharrlichkeit der Zuneigung selbst in den Momenten größter Hilflosigkeit.