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Por El Culo
Por el culo. Políticas anales schlägt eine kulturelle, politische und sexuelle Genealogie des Anus als symbolischen Raum vor, der historisch mit Beleidigung, Marginalisierung und Stigma verbunden ist. Anhand von Bezügen, die von der Antike Griechenlands bis zur AIDS-Krise reichen, sowie Psychoanalyse, Gefängniskulturen, zeitgenössischen Subkulturen und Geschlechtervorstellungen, analysieren Javier Sáez und Sejo Carrascosa, wie das Anale zur Organisation von Diskursen über Männlichkeit, Weiblichkeit, Heterosexualität und Homosexualität beigetragen hat.
Das Buch untersucht auch die Beziehung zwischen analer Sexualität und Machtstrukturen, die von sozialer Klasse, Rasse oder Heterosexismus durchdrungen sind, und dekonstruiert die traditionelle Identifikation von Analpenetration mit Homosexualität. Mit einer ungewöhnlichen Kombination aus theoretischer Strenge, Humor und Respektlosigkeit fordern die Autoren das politische Potenzial des „analen Raums“ als Ort symbolischen Widerstands und kritischer Reflexion innerhalb des zeitgenössischen LGBTI-Denkens ein.
Dem Paco Vidarte gewidmet, gilt der Essay als ein Schlüsselwerk des Queer-Denkens in Spanien.