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Me dibujaron así: Por qué el mundo odia la feminidad
Schon als kleines Kind lernte Noemí López Trujillo, dass Hyperfemininität gleichbedeutend mit Oberflächlichkeit, Bosheit oder Bedrohung war. Me dibujaron así ist ein Teil dieses frühen Verdachts, um eine offene Verteidigung all dessen zu formulieren, was als „zu weiblich“ und daher oberflächlich oder pervers galt. Von Pamela Anderson und Britney Spears bis zu Jessica Rabbit oder La Veneno besucht die Autorin kulturelle Ikonen, die bestraft wurden, und liest sie als Figuren des Widerstands, des Verlangens und des Übermaßes neu.
Das Buch verwebt diese Popbilder mit ihrer eigenen Geschichte: eine Kindheit als Zeugin Jehovas, eine turbulente Jugend und eine Mutterschaft, die von Erwartungen geprägt ist, wie „eine gute Mutter“ zu sein hat. Neben den medialen Bezugspersonen treten biblische Figuren wie Jezabel und Salomé, die Harpyien, die Sirenen und andere „Monstren“ auf, die die Tradition als Warnung vor gefährlich verführerischen Frauen geschaffen hat. Das Ergebnis ist eine kluge und unbefangene Verteidigung des femme in all seinen Formen.
Auf halbem Weg zwischen kulturellem Essay und autobiografischem Bericht dekonstruiert Me dibujaron así. Por qué el mundo odia la feminidad die Diskurse, die Weiblichkeit auf Unterwerfung und Fügsamkeit reduzieren. In einem Kontext, in dem unaufhörlich über die „neuen Männlichkeiten“ theorisiert wird, verlagert dieses Buch den Fokus und denkt darüber nach, wie die Kultur der Vergewaltigung gerade auf dem Hass gegen das Weibliche beruht. Es ist auch eine Feier all dessen, was als „Mädchensache“ etikettiert wurde, von Bimbos und Travestiten bis zu Chonis, Nutten oder Zigeunerinnen, und fordert Weiblichkeit als politische Identität, Lust und Schlachtfeld ein.
Über die Autorin
Noemí López Trujillo (Bilbao, 1988) ist Journalistin und Schriftstellerin, spezialisiert auf soziale und geschlechtsspezifische Themen. Sie arbeitete bei Medien wie ABC, 20minutos oder El Español und ist derzeit verantwortlich für Gender bei Newtral. Sie ist Autorin der Bücher Volveremos. Memoria oral de los que se fueron durante la crisis und El vientre vacío sowie des Hör-Dokumentarfilms Lo conocí en un Corpus über den machistischen Mord an Ana Orantes. 2017 erhielt sie den Preis für jungen Journalismus zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt des Injuve.