Eine autobiografische Reise zur Begegnung intersexueller Vorbilder, um eine Revolution zu starten. Die Geschichten ihrer Protagonist*innen zeigen uns den Aufbau einer kollektiven Identität auf der Suche nach einer Gegenwart/Zukunft voller Freiheit und Rechte.
Castellón, 2016. Lola wird geboren. Die Hauptdarstellerin. Sie betritt die Bühne. Und bricht nach und nach ihr Schweigen. Sie reist auf der Suche nach Vorbildern. Die erste hermaphroditische Reiterin ist dort, wartet in Barcelona. Am Mittelmeer taucht eine weitere auf: die Melero. Ein plötzlicher Anruf führt sie nach Galicien, zu der Hürdenläuferin des IOC. Unruhig wandert sie aus. In Valencia trifft sie unerwartet auf ein Mädchen aus dem Cabanyal. Sie erlebt ihre Katharsis. In Logroño tanzt sie mit einer weiteren Machorra. Sie verliert die Orientierung. Entdeckt einen intersexuellen Kompass an einem Ort in Mexiko. Nächstes Ziel: Baskenland. Im Nachbarpult sitzt die Kollontai des 21. Jahrhunderts. Aus Madrid dringt kraftvoll die Stimme einer feinen und echten Dame hervor. Währenddessen durchquert ein extrabinäres Phönixvogel den grauen Himmel von Bizkaia. Und dann gibt sie dem Hologramm des Dokumentarfilms No box for me ein Gesicht. Was fehlt noch? Ein Typ aus dem südlichen Bezirk von Sevilla entdecken. Nach Hause zurückkehren. Mit den zwei, die noch fehlten sprechen. Anhalten. In Salamanca schreibt und performt sie. Lola wird selbstbewusst und Mer wird entmaskuliniert. Endlich hat sie eine intersexuelle Familie gefunden. Jetzt gilt es, sich zu verteidigen, laut zu krähen. Machst du bei der Rebellion der Hyänen mit?
Über die Autorin
Mer Gómez (@mercurito). «Seltsames Biest. Ich schreibe von der Kreuzung aus, ich bin eine Hyäne». Intersexuelle Aktivistin und Schriftstellerin. Absolventin des Journalismus. Doktorin der feministischen und Geschlechterstudien an der Universität des Baskenlandes. Autorin von La rebelión de las hienas und Las hermafroditas del s. XXI. Sie hat die Monologe für das Mikrotheater La revolución de Lola und Solo apto para BICHAS RARAS geschrieben und gespielt sowie den Kurz-Dokumentarfilm Se receta silencio. Sie arbeitet mit dem Magazin Pikara Magazine zusammen. Seit 2020 koordiniert sie zusammen mit Laura Vila Kremer das intersexuelle Kollektiv i. Derzeit gibt sie als Aufklärerin Workshops und Schulungen zu Intersexualität und Körpervielfalt. Ihr Ziel ist es, die Lebenserfahrungen intersexueller Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, um neue kulturelle Vorstellungen über Intersexualität zu schaffen.