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Órgia
Órgia ist ein Theaterstück, das aus dem Echo eines realen Ortes entsteht: der Nervenheilanstalt Miraflores in Sevilla, in der so viele Frauen eingesperrt und zum Schweigen gebracht wurden. Der Text verwebt ihre Geschichten mit den Zeugenaussagen derjenigen, die während der psychiatrischen Reform im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts daran arbeiteten, ihnen ihre Würde zurückzugeben, sowie mit den Stimmen der Frauen von heute.
Mit einer geschlechtsspezifischen Perspektive regt es zum Nachdenken über die psychische Gesundheit von Frauen und die Stigmata, die sie noch immer umgeben, an und weist kollektives Handeln als Ausweg. Ein Stück, das dazu einlädt, ohne Euphemismen Worte wie Wahnsinn, Hysterie, Norm und Frau zu benennen und neu zu überdenken, um sich eine gemeinsame Veränderung vorzustellen.