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Entre lo joto y lo macho
Masculinidades sexodiversas mexicanas
In Mexiko kann Homoerotik nicht als eine marginalisierte, unsichtbare Realität betrachtet werden, da sie entscheidend zum Aufbau des Staates und der Gesellschaft beigetragen hat, indem sie dem nationalen Patriarchat und Machismus, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts festigten, einen sehr nützlichen Vergleichsmaßstab lieferte. Deshalb werden in diesem Band die den verschiedenen sexodiversen Ausdrucksformen (soziale Art, sexuelle Gemeinschaft oder persönliches Schicksal) zugewiesenen Bedingungen abgewogen und die Ursachen von Homophobie, Misogynie, Rassismus und Klassismus bewertet.
Das Bild ist alles andere als begrenzt, denn es gibt eine große textliche, soziale, plastische und kulturelle Vielfalt über die „jotismos“. Die hier analysierten Homoerotikformen unterliegen einer persönlichen, öffentlichen und gemeinschaftlichen Prüfung, die das Individuum getrennt klassifiziert, das sich wiederum bemüht, eine Art Machismus oder als männlich angesehene Merkmale anzunehmen, die in Wirklichkeit das zu verdecken scheinen, was in der Persönlichkeit ausgelöscht werden soll (also jegliche „weiblichen“ oder „feminisierenden“ Züge), weil sie die Person in einer Denkweise herabsetzen, die ungefähr so lautet: Man mag zwar sehr „joto“ sein, aber man ist auch sehr „macho“. In diesem Sinne hätten sich die Homoerotikformen ihrer kritischen Kraft entledigt und wären zu großen Verbündeten einer patriarchalen, machistischen und konsumorientierten Weltanschauung geworden.
Durch eine Analyse der wichtigsten narrativen, theater- und autobiografischen Werke der mexikanischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts wird die Bedeutung dieses privilegierten textlichen Fundus für das Studium der Männlichkeiten bestätigt. Gleichzeitig werden andere Phänomene untersucht – wie emotionale Beziehungen zwischen Männern, die sich nicht um Identitätslabels kümmern, die Gesetzgebung zugunsten sexueller Unterschiede und die Resilienz in Zeiten gesundheitlicher Notlagen – die es ermöglichen, diese kulturellen Merkmale von Dissidenz und Integration zu würdigen.
Am Band wirken mit: César Cañedo, Guillermo M. Corral, Raúl García, Humberto Guerra, Mauricio List, Juan Martínez Gil, Roberto Mendoza, Hugo Salcedo und Luis Martín Ulloa.