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En mitad de tanto fuego
En Mitad de Tanto Fuego
Ein Blick auf die Schrecken des Krieges durch die Liebesgeschichte von Achilles und Patroklos.
In En mitad de tanto fuego interpretiert der Dramatiker Alberto Conejero, Gewinner des Nationalen Literaturpreises für Drama 2019, eine der universellsten Erzählungen der klassischen Mythologie neu: die Geschichte von Achilles und Patroklos. Ausgehend vom 16. Gesang der Ilias von Homero verleiht Conejero einer Nebenfigur der epischen Erzählung eine Stimme und macht sie zum Protagonisten eines intimen, leidenschaftlichen und zutiefst menschlichen Stücks.
Liebe und Krieg: Ein Antikrieglicher Blick
Dies ist nicht der Trojanische Krieg, wie wir ihn kennen. Es ist eine poetische Erkundung der Grenzen zwischen Liebe und Tod, erzählt aus Fleisch und Verlangen. Patroklos tritt hier als viel mehr hervor als „der treue Gefährte“ oder „der Liebste unter den Soldaten“. Er ist ein unersättlicher Liebhaber, ein zutiefst menschliches Wesen, das versucht, Euphemismen zu durchbrechen, um sein freies und dissidentes Verlangen zu behaupten.
Conejero zeichnet ein antikriegliches Plädoyer, das Zeiten und Grenzen überschreitet, indem er die Stimmen von Persönlichkeiten wie Safo, Pedro Lemebel, Anne Carson und Luis Cernuda unter anderem verwebt. Durch ihre Zitate und Anspielungen wird der Text zu einem Oratorium für die Opfer des Krieges und erforscht Konzepte wie Macht, Leidenschaft, Gewalt und Heimat.
Kunst als Widerstand
En mitad de tanto fuego ist mehr als ein literarisches Werk: es ist ein Akt des Widerstands. Conejero rettet nicht nur die Liebe zwischen Achilles und Patroklos als ein Lied der Begierde, sondern stellt sich eine andere Zukunft vor, in der Kunst und Dissidenz Zufluchtsorte gegen die zerstörerische Macht des Krieges sind.
Ein unverzichtbares Werk für alle, die die Klassiker aus einer zeitgenössischen und emotionalen Perspektive neu denken wollen. Eine Feier der Liebe, des Verlangens und des Widerstands gegen das verheerende Feuer des Krieges.
Über den Autor:
Alberto Conejero (Vilches, 1978) ist Dichter, Dramatiker, Regisseur und Dozent. Er hat einen Abschluss in Regie und Dramaturgie von der Real Escuela Superior de Arte Dramático (RESAD) und einen Doktortitel in Klassischer Philologie von der Universidad Complutense de Madrid (UCM). Zu seinen dramatischen Werken zählen La geometría del trigo (Nationaler Literaturpreis für Drama 2019), Los días de la nieve (Lorca-Preis für Theaterautorschaft 2019), La piedra oscura (Max-Preis für den besten Theaterautor 2016, Ceres-Preis für den besten Autor 2015, unter anderen Auszeichnungen), Ushuaia (Ricardo López de Aranda Preis 2013), Cliff (acantilado) (ausgezeichnet beim IV Certamen LAM 2010), Húngaros (Nationaler Preis für Universitäres Theater 2000), Todas las noches de un día (Gewinner des III Certamen de Textos Teatrales der AAT) und Fiebre (Auszeichnung beim Nationalen Preis für Kurzes Theater 1999). Seine Werke wurden ins Englische, Französische, Italienische, Griechische, Polnische, Rumänische, Ungarische und Portugiesische übersetzt. Seit Januar 2020 leitet er das Herbstfestival in Madrid.